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Was ist Labordatenkommunikation?

Die Kommunikation zwischen den Fachärzten für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie, Transfusionsserologie, Zytologie oder Pathologie und den an sie überweisenden Ärzten nimmt einen hohen Stellenwert ein. Die Herausforderungen, die an die Labordatenkommunikation gestellt werden sind vielfältig.
So sollte der Auftrag für eine laboratoriumsmedizinische Untersuchung alle notwendigen Informationen enthalten, die es dem Facharzt für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie, Transfusionsserologie, Zytologie oder Pathologie ermöglicht, einen qualitativ hochwertigen Befund unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen zum Patienten zu erstellen.
Der Befund, das Ergebnis der Arbeit im Labor, sollte so erstellt werden können, dass das Softwaresystem des anfordernden Arztes diesen weitgehend automatisiert in die Patientenakte einpflegen kann und dem Anwender diese allumfassend darstellen kann.
Bei den Auftrags- und Befunddaten handelt es sich um besonders schützenswerte Sozialdaten. Für die elektronische Übertragung dieser Daten erfordern die Vorgaben für die Datensicherheit und den Datenschutz bei der Übertragung von Sozialdaten besondere Sicherheitsvorkehrungen.

Anforderungen an Labordatenkommunikation:

Strukturierte Daten
Für eine moderne und effiziente Labordatenkommunikation ist es unabdingbar, dass die Daten strukturiert zwischen den verwendeten Datenverwaltungssystemen übertragen werden. Die Strukturierung der Daten, d.h. das Definieren von eindeutigen Kennungen für standardisierbare Datenfelder ist eine Voraussetzung für das Herstellen der Interoperabilität von Kommunikationslösungen.
Um dieser Anforderung gerecht zu werden, wurde die Datensatzbeschreibung "LDT 3" (LDT= Labordatentransfer) gemeinsam durch den Qualitätsring Medizinische Software e.V. (QMS) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) entwickelt.  Damit auch die abrechnungsbegründenden Unterlagen elektronisch übertragen werden können, wurden die digitalen Muster 10 (Überweisungsschein für laboratoriumsmedizinische Untersuchungen) und 10A (Anforderungsschein von Laboruntersuchungen bei Laborgemeinschaften) durch die KBV entwickelt und in den Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä) Anlage 2b aufgenommen.

Datensicherheit/Datenschutz
Deren Einhaltung ist eine Grundvoraussetzung, die im Rahmen der Labordatenkommunikation umzusetzen ist. Daten sind schützenswerte Güter. Der Zugriff auf diese sollte beschränkt und kontrolliert sein. Nur autorisierte Benutzer oder Programme dürfen auf die Information zugreifen. Folgende Schutzziele sind zu realisieren:  Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit, Authentizität, Verbindlichkeit/Nichtabstreitbarkeit, Zurechenbarkeit und Hochverfügbarkeit.

An jedem Arbeitstag fallen durchschnittlich in Deutschland eine Million Kommunikationsvorgänge im Kontext mit der laboratoriumsmedizinischen Versorgung der Patienten an. Für die Übertragung der Daten müssen die eingesetzten Kommunikationssysteme sicherstellen, dass diese schnell, sicher und verlässlich den Empfänger erreichen, um einen zeitnahen Beginn der Analytik und der Behandlung der Patienten sicherzustellen.

LDT Auftrag

Der Auftrag für eine laboratoriumsmedizinische Untersuchung sollte alle notwendigen Informationen enthalten, die es dem Facharzt für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie, Transfusionsserologie, Zytologie oder Pathologie ermöglicht, einen qualitativ hochwertigen Befund unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen zum Patienten zu erstellen.

Für eine strukturierte und damit maschinell auswertbare Übermittlung der Informationen wurde die Datensatzbeschreibung LDT komplett überarbeitet und Anfang 2016 in Kraft gesetzt.

Als abrechnungsbegründende Unterlage für den Auftrag, können seit dem 01.07.2017 digitale Muster verwendet werden. Durch die Definition von digitalen Mustern in der Anlage 2b des BMV-Ä wurde die Möglichkeit geschaffen, den gesamten Workflow der Auftragserstellung, Übermittlung und Auftragsannahme von Laboranforderungen komplett medienbruchfrei elektronisch abzubilden und zu gestalten.

LDT Befund

Der Befund, also das Ergebnis der laboratoriumsmedizinischen Untersuchung und der laborärztlichen Beurteilung muss so schnell wie möglich an den beauftragenden Arzt übermittelt werden. Nur dadurch wird es möglich, notwendige Behandlungsmaßnahmen, die sich aus den Ergebnissen der laboratoriumsmedizinischen Untersuchungen ergeben, für die Weiterbehandlung des Patienten zeitnah einleiten zu können. Hierbei ist eine eindeutige Zuordnung des Befundes zum Patienten und die korrekte Übermittlung aller befundrelevanten Daten, zum Beispiel Normbereiche, Grenzwerte, Untersuchungsmethoden und Hinweise von entscheidender Bedeutung.

Für welche Kommunikationsdienste stehen die Anwendungen Labordaten (LDT Auftrag und LDT Befund) zur Verfügung?

Bisher stehen die Anwendungen Labordaten nur für die Nutzung mit dem Kommunikationsdienst KV-Connect zur Verfügung. Sobald die Migration der Anwendungen Labordaten zu kv.dox als Kommunikationsdienst abgeschlossen wurde, werden auch Labordaten über diesen Kommunikationsdienst verschickt werden können.


Unterstützung der Anwendungen für Labordatenkommunikation durch Softwareanbieter

Ob der Anbieter Ihrer Software die korrekte Unterstützung der Anwendung LDT Auftrag und/oder LDT Befund in einem Audit der kv-digital nachgewiesen und somit die Berechtigung zur Nutzung erworben hat, können Sie aus unserem Audit-Register ersehen.


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